Wickie und die starken Männer
Im KinoKinostart: 10.09.2009

Wickie und die starken Männer

Der bekannteste Wikingerjunge der Welt erlebt sein erstes Kinoabenteuer: Nach Millionen verkaufter Romane, Comic-Hefte und einer 78-teiligen Zeichentrickserie hat Deutschlands Erfolgsregisseur Michael "Bully" Herbig nun den ersten Realfilm mit "Wickie" inszeniert.
Kinder, Abenteuer D/2009 85 min.
Darsteller: Jonas Hämmerle, Michael Herbig, Waldemar Kobus, Christoph Maria Herbst, Günther Kaufmann Regie: Michael Herbig


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Der kleine Wickie lebt zusammen mit seiner Mutter Ylva und seinem Vater Halvar, dem stursten Wikinger-Chef aller Zeiten, im Wikingerdorf Flake. Die Wikinger sind von Natur aus starke, unerschrockene und laute Gesellen. Wickie jedoch ist ganz anders: zurückhaltend und zart besaitet. Doch er besitzt eine Gabe, die kaum einer seiner Mitwikinger hat: Er ist schlau - und überzeugt mit Ideen frei nach dem Motto "Köpfchen geht über Kraft!"

Eines Tages wird das Dorf von einer skrupellosen Horde wilder Fremder heimgesucht und gnadenlos überfallen. Die allergrößten und liebsten Schätze der Dorfbewohner werden dabei geraubt: ihre Kinder! Einzig Wickie, der sich - Glück im Unglück - beim Drachenfliegen in einem Baumwipfel verheddert hatte, bleibt zurück - und begibt sich gemeinsam mit seinem Vater Halvar und den anderen Wikingern auf hohe See, um die Kinder zu befreien.

Dabei muss Wickie seine ständig streitenden Freunde Tjure und Snorre, den weisen Urobe, den stets entzückten Gorm, den Barden Ulme und den gutmütig-starken Faxe immer wieder mit schlauen Einfällen aus schier ausweglosen Situationen befreien. Doch so unterschiedlich die Wikinger auch sind: Sie halten immer zusammen, egal, was kommt - erst recht, wenn der Schreckliche Sven, der schlimmste Pirat aller Zeiten, auftaucht…

Fazit: Gelungenes Familienabenteuer

Man hätte angesichts einer vom deutschen Comedian Michael "Bully" Herbig inszenierten "Wickie"-Adaption ja einiges befürchten können: Schwule Wikinger und ähnlich tiefe Scherze zum Beispiel. Doch mit seinem neuen Werk hat der deutsche Comedian einen erfreulichen Kurswechsel vorgenommen: seine Verfilmung der erfolgreichen Zeichentrickserie ist keine parodistische Nummernrevue im Stile von "Der Schuh des Manitu" oder "(T)raumschiff Surprise" geworden, sondern ein sympathisches Familienabenteuer, das bei jungen und älteren Zuschauern gleichermaßen ankommen dürfte. Erfreulich an der Realverfilmung ist vor allem der hohe Wiedererkennungswert der Wikinger-Welt: Mit viel Liebe zum Detail ist es Bully und seinem Team gelungen, Stil und Ambiente vorlagengetreu auf die Leinwand zu bringen - und weil die Hauptfiguren von überwiegend unbekannten Darstellern verkörpert werden, stören auch keine allzu bekannten Gesichter die Illusion des filmischen Wickie-Universums. Zusätzlich zur neu erdachten Haupthandlung finden sich im Film zudem viele Versatzstücke verschiedener Serien-Episoden. Natürlich kommt Bullys Inszenierung trotz der vergleichsweise ernsthaften Herangehensweise nicht ganz ohne komödiantische Einlagen aus: Zu den eher unnötigen Einfällen, die einen Anflug des bekannten Bully-Humors in den Film bringen, zählt etwa die von Herbig selbst gespielte Rolle des spanischen Hofberichterstatters Congaz - eine Figur, die weitgehend sinnfrei und überflüssig bleibt. Abgesehen davon ist Bully mit "Wickie und die starken Männer" aber ein kurzweiliger Familienfilm gelungen, der sowohl als Hommage an die beliebte Zeichentrickserie, wie auch als Abenteuerfilm für Kinder bestens funktioniert.
  • Kritiken
"Geradliniger Kinderfilm"
"Wickie" hat wohltuend mäßigend auf den Regisseur gewirkt Michael Herbig gewirkt, dessen bisherige Filme mit brachialem deutschen Humor zu Kassenschlagern wurden: Statt brachialen deutschen Humors gibt es diesmal leichte Ironie in einem geradlinigen Kinderfilm.
"Konventionelles, aber kindgerecht spannendes Abenteuer"
Herbig wäre gut beraten, sich allmählich von seinem "Bully" zu verabschieden, zumindest was den zukünftigen Regisseur Herbig angeht - denn sein Handwerk beherrscht er ohne Zweifel. Und so ist, alles in allem, ein sympathischer, vergnüglicher Kinderspaß herausgekommen.
"Fast perfekter Familienfilm"
Die aufwändige Ausstattung, die Verwendung der Original-Musik und des Titelsongs, die sorgfältige Auswahl der Schauspieler und Herbigs gewissenhafte Inszenierung machen aus "Wickie und die starken Männer" einen schönen Film für Kinder - und deren Eltern.


Kinos und Spielzeiten
Dieser Film startet am 10.09.2009 in den österreichischen Kinos. Die aktuellen Spielzeiten finden Sie daher ab dem 10.09.2009 auf dieser Seite.
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